Wunderbar im Essener Osten

Essen. Die Wunderbar der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) im Bistum Essen als Jugendtreff startet nun auch an der Helene-Lange-Schule. Am 18. März 2013 um 12.00 Uhr findet eine Auftaktveranstaltung statt. Der Herr Bezirksoberbürgermeister Arnold Kraemer hat seine Teilnahme bei der Veranstaltung zugesagt. Interessierte sind herzlich eingeladen und können ich auf Info- und Entertainment und Cocktails- und Snacks freuen. Für die SchülerInnen ab der Klasse 8 stellte die Schule eigens für die Berufs- und Lebensorientierung ihrer Schüler einen Klassenraum zur Verfügung. Hier haben die SchülerInnen an drei Nachmittagen in der Woche die Möglichkeit gemeinsam ihre Freizeit zu gestalten und die berufliche Zukunft zu planen. In der Wunderbar finden Angebote zur Berufsorientierung statt. Es steht ein Computerplatz mit Internetzugang zur Verfügung, um Bewerbungsunterlagen zu erstellen und um Ausbildungsplatzangebote zu recherchieren. Vorstellungsgespräche werden eingeübt und von hier aus werden Betriebsbesichtigungen, Exkursionen und Ausflüge organisiert. In der Wunderbar finden gemeinsame Aktivitäten statt, wie kreatives Gestalten, gemeinsame Spiel sowie informelle Gespräche, um Kontakte und Freundschaften zu pflegen. Ein Tag im Monat bleibt dabei den Mädchen und einer den Jungen vorbehalten. MitarbeiterInnen der CAJ sind für Gespräche über die Lebens- und Berufsplanung immer Ansprechpartner.

 

Das von der Aktion Mensch als Hauptfinanzgeber geförderte Projekt kann innerhalb der dreijährigen Projektlaufzeit, noch mehrere „Wunderbars“, als Anlaufstellen für Jugendliche an Schulen etablieren. An der Wunderbar im XXL Format beteiligen sich die Franz-Dinnendahl- Realschule, deren Auftaktveranstaltung im April stattfindet, die Hauptschule an der Wächtlerstraße und die Gesamtschule Bockmühle. Mit einem frühzeitigen Angebot, dass die Geschlechterrollen, den ethnischen und sozialen Hintergrund der SchülerInnen berücksichtigt kann der Start in ein wunderbares Berufsleben gelingen. Herr Oberbürgermeister Reinhard Paß hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen.

Zu den insgesamt 4 Bausteinen des Konzeptes für Haupt-, Real- und Gesamtschulen gehören auch zweitägige Berufsorientierungsfahrten und Projekttage, die theaterpädagogisch unterstützt werden. Einen weiteren wichtigen Baustein stellt die Elternarbeit dar. Denn diese werden im Rahmen der Wunderbar XXL in den Berufswahlprozess ihrer Kinder mit eingebunden. „Häufig fehlt es den Jugendlichen am Gesamtüberblick der bestehenden Möglichkeiten und an elterlichen Vorbildern“, berichtet Monika Iffland, Projektleiterin und Sozialmanagerin der CAJ, „Zu dem zeigen die Eltern kaum Interesse an der beruflichen Bildung ihrer Kinder. Bei manchen ist es aber auch so, dass die Eltern von den Jugendlichen erwarten, die traditionellen Geschlechterrollen zu übernehmen.“

Die Idee für das Projekt Wunderbar XXL entwickelte sich aus dem Selbstverständnis der CAJ, die sich seit mehr als 50 Jahren für die Interessen und Belange von Jugendlichen im Übergang von der Schule in den Beruf einsetzt und dem großen Erfolg des Treffpunktes Wunderbar an der Hauptschule an der Wächtlerstraße. Seit über fünf Jahren ist die CAJ hier mit einem kontinuierlichen Nachmittagsangebot aktiv.

Dank der finanziellen Unterstützung der Aktion Mensch e.V., der Jugendstiftung des Bistums Essen, der RAG Stiftung, der BDKJ Stadtstelle Essen, der Stiftung der Sparkasse, der Hans-Böckler-Stiftung, der BDKJ Stiftung hilfreich, edel und gut sowie der Bank im Bistum Essen ist es der CAJ möglich ihr Projektvorhaben durchzuführen. In Zusammenarbeit mit den bereits vorhandenen Fördersystemen, Unternehmen und Kooperationspartnern im sozialen Bereich stellt sich das CAJ-Projekt als ein zielgerichtetes Förderinstrument für Jugendliche im Übergang von der Schule in den Beruf dar.